Conny Bäuml
27
Jan
3
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Acht Wanderer, die auszogen, den Rieskrater zu umrunden – Teil 1

8 Menschen – 1 Hund – 5 Tage – 145 km – 1 Meteoritenkrater

Dies sind die Fakten, die hinter der Geschichte stehen, die ich euch heute erzählen will. Die Geschichte von acht Wanderern, die vergangenen Sommer auszogen, den Rieskrater zu umrunden.

Tag 1 der Ries-Umwanderung

Von langer Hand geplant und gut vorbereitet erfolgt der „Startschuss“ an einem schönen Sommertag in Oettingen. Alle 8 Wanderfreudigen – 4 Männer und 4 Frauen – sind guter Dinge und voller Tatendrang, sich den Traum einer Ries-Umwanderung zu erfüllen.

Das Besondere: Gewandert wird auf einer selbst zusammengestellten Route. – Nein, nicht bequem unten im Kraterbecken, sondern zum Großteil oben auf den Anhöhen des Riesrandes.

Erst einmal gilt es am Tag 1 jedoch, sich einzulaufen und an das Gehen zu gewöhnen. Der ausgetüftelte Wegverlauf führt zu Beginn über die Dörfer Ehingen, Belzheim, Hochaltingen, Herblingen und Utzwingen nach Maihingen, wo (nach 2 Trinkpausen und einer zünftigen Brotzeit) zur Mittagsrast in der „Goldenen Sonne“ eingekehrt wird.

Alle haben nach den ersten 4 1/2 Stunden Wanderschaft einen Bärenhunger und schlagen kräftig zu. Ob sich das wohl rächt…? Gut gesättigt wird noch die prachtvolle Maihinger Klosterkirche besichtigt, dann geht es weiter durch die Landschaft. Der Weg führt nun ausnahmsweise weg vom Riesrand, weiter nach Unter- und Oberwilflingen, das erste Etappenziel Zipplingen vor Augen.

Und spätestens jetzt ist allen klar: kein großes Mittagessen mehr beim Wandern! Es schleppt sich einfach zu schwer ;-).

Im Zipplinger Gasthof Kreuz wartet schon das Gepäck. Was für eine glänzende Idee, sich dieses nach- bzw. vorfahren zu lassen!

Fast 32 km haben unsere Wanderer am ersten Tag schon zurückgelegt. Sportlicher Einstieg! Die Sohlen sind im wahrsten Sinne heiß gelaufen.

Foto: Peter Luff, Oettingen

Blick nach Belzheim

Foto: Peter Luff, Oettingen

Bei der Antonius Kapelle

Foto: Peter Luff, Oettingen

Blick zurück nach Ehingen

Foto: Peter Luff, Oettingen

Mittagessen in der Goldenen Sonne – lecker!

Foto: Peter Luff, Oettingen

Bei der Lochmühle

Foto: Peter Luff, Oettingen

Kreuz bei Belzheim

Foto: Peter Luff, Oettingen

Oberhalb Jägerhaus Schaffhausen

Foto: Peter Luff, Oettingen

Rossfeld bei Oettingen

Foto: Peter Luff, Oettingen

Zu vermieten 🙂

Foto: Peter Luff, Oettingen

Ulrichsberg, Marktoffingen

Foto: Peter Luff, Oettingen

Weg zum Büchele

Foto: Peter Luff, Oettingen

Zwischen Ehingen und Belzheim

Fotos: Peter Luff, Oettingen

Tag 2 der Ries-Umwanderung

Ein bisschen schmerzen Beine und Füße ja zugegebenermaßen schon, am Morgen des zweiten Tages. Aber was soll’s? Weiter geht’s nach dem Frühstück durch Wald und Wiesen, wo der „Begleithund“ Joi auch gleich schmerzhaften Kontakt mit einem Elektro-Weidezaun aufnimmt. Das wird Joi wohl kein zweites Mal passieren…

Vorbei an Benzenzimmern und durch Dirgenheim wird schließlich das Landhotel Oßwald in Kirchheim am Ries für die Mittagsrast angepeilt. Sogar eine eigens gebuchte und sehr lehrreiche Führung durch das Kirchheimer Kloster steht hier auf dem Programm. Eine schöne Abwechslung zur „Wanderei“.

Ein Höhepunkt im wahrsten Sinn kommt aber erst noch: Auf dem Blasienberg, dem „Hausberg“ der Kirchheimer, gibt es einen grandiosen Rundumblick übers Ries und bis nach Baden-Württemberg. Auch der einst von den Kelten besiedelte Ipf ist hier nicht weit.

Der weitere Wegverlauf durch Korn- und Mohnblumenfelder, entlang des Langenbergs, bis zum Goldberg ist jedoch nicht weniger traumhaft! Eine tolle Gegend! Nur zu empfehlen…

Übernachtet wird diesmal bei Freunden in Nähermemmingen. Daher geht es bis zum Ende der 2. Etappe ein Stück ins Ries hinein. Mit „nur“ 24 km Tagesstrecke war der 2. Tag direkt erholsam. 😉

Foto: Peter Luff, Oettingen

Blasienberg bei Kirchheim

Foto: Peter Luff, Oettingen

Sagenhafter Blick ins blühende Ries

Foto: Peter Luff, Oettingen

Blick auf Nördlingen, vom Blasienberg aus

Foto: Peter Luff, Oettingen

Wallerstein vom Langenberg aus

Foto: Peter Luff, Oettingen

Der Goldberg!

Foto: Peter Luff, Oettingen

Grotte Dirgenheim

Foto: Peter Luff, Oettingen

Kurze Rast am Heimischberg

Foto: Peter Luff, Oettingen

Heimischberg

Foto: Peter Luff, Oettingen

Ganz schön heiß heute

Foto: Peter Luff, Oettingen

Der einzigartige Ipf

Foto: Peter Luff, Oettingen

Im Kloster Kirchheim

Foto: Peter Luff, Oettingen

Klosterhof in Kirchheim

Foto: Peter Luff, Oettingen

Ist das schön!

Foto: Peter Luff, Oettingen

Joi findet’s toll hier

Fotos: Peter Luff, Oettingen

Tag 3 der Ries-Umwanderung

Gut, dass es am Vortag etwas ruhiger voran ging, denn heute steht unseren Wanderern die längste und härteste Etappe bevor: von Nähermemmingen bis nach Harburg. Mit herrlicher Aussicht vom Riegelberg (hier befinden sich übrigens die berühmten Ofnethöhlen, die die Wanderer natürlich „mitnehmen“ müssen) gibt es jedoch vorab schon mal einen tollen Ausgleich für die bevorstehenden Strapazen. Nicht umsonst hat der Riegelberg den Beinamen „Himmelreich“

Weiter geht’s zur Thalmühle bei Ederheim, hinauf in den Wald, vorbei an der Hohlensteinhöhle, bis schließlich die markante Ruine Niederhaus sichtbar wird. Diese beeindruckende Ruine sollte sich kein Vorüberkommender entgehen lassen! So auch unsere Wanderer, die alles genau erkunden. Zur Belohnung gibt’s eine Erfrischung, inklusive Fußbad für die strapazierten Füße, am unten vorbeifließenden Forellenbach.

Jetzt sind die Füße wieder frisch für den Weitermarsch, vorbei an Reis- und Ganzenmühle bis nach Hohenaltheim, wo die Mittagspause im Straußenhof ruft. Doch was ist das? Kein Federvieh weit und breit! Aha – unsere Gruppe ist dem Irrtum aufgesessen, beim StraußenHOF würde es sich um die StraußenFARM Hohenaltheim handeln… Aber egal, die Pause vor dem Weitermarsch tut trotzdem gut!

Vorbei geht’s an der Kammerlochhöhle, über Kühberg und Reisberg, zum Kühsteinfelsen, ein Stück auf dem Lehrpfad der Geotope Kühstein (des Nationalen Geoparks Ries) bei Mönchsdeggingen, durch den dazugehörigen Kunstwald, bis schließlich zur Aussichtsplattform am Buchberg, direkt über Mönchsdeggingen. Der Lohn: ein super Blick ins Ries!

Und wer schon mal hier ist, darf sich die prachtvolle Klosterkirche des stillgelegten Mönchsdegginger Klosters nicht entgehen lassen. Ihre Besichtigung wird dann auch gleich in die Tat umgesetzt.

Wer hätte ahnen können, dass jetzt der härteste Teil der ganzen Wanderung ansteht?! Unser Grüppchen durchquert nun das Waldgebiet Halde über den Schellenberg, wandert über den Hahnenberg und alle freuen sich bei brütender Hitze auf eine Einkehr im Biergarten der Waldschänke Eisbrunn. Und dann das: Ruhetag!

So bleibt den Wanderern nichts anderes übrig, als sich unerfrischt, bei Mordshitze, weiter über den Heckelsberg zum Bockberg durchzuschlagen. Selbst der grandiose Ausblick ins Ries und auf die Harburg kann die allgemeine Erschöpfung nicht ganz ausgleichen. Mit letzter Kraft schleppen sich alle – zum Glück nur noch bergab – weiter zur Harburg, wo eine Übernachtung im „Schlosshotel“ winkt.

Was für eine Tagesetappe: 36,5 km (!) bei sengender Hitze sind eindeutig zu viel!

Die Strapaze bleibt jedoch nicht unbelohnt. Die laue Sommernacht unter funkelndem Sternenhimmel, bei Gitarrenklängen und mitten im Burghof der einzigartigen Harburg, macht einiges wieder wett und sorgt bei allen wieder für gute Stimmung.

Foto: Peter Luff, Oettingen

Die Harburg von oben

Foto: Peter Luff, Oettingen

Burghof mit Burgschenke, Harburg

Foto: Peter Luff, Oettingen

Alte Gemäuer

Foto: Peter Luff, Oettingen

Ziel in Sicht!

Foto: Peter Luff, Oettingen

Klosterkirche Mönchsdeggingen

Foto: Peter Luff, Oettingen

Aussichtspunkt über Mönchsdeggingen

Foto: Peter Luff, Oettingen

Wogende Felder bei Mönchsdeggingen

Foto: Peter Luff, Oettingen

Die Endstation des Planetenwegs, Bockberg

Foto: Peter Luff, Oettingen

Ruine Niederhaus von unten

Foto: Peter Luff, Oettingen

Noch frisch – am Riegelberg

Fotos: Peter Luff, Oettingen

Wie es am 4. und 5. Tag weitergeht, erfahrt Ihr in Teil 2 der Geschichte!

Umfangreiche Infos und Prospektmaterial übers Ries gibt’s hier:

www.ferienland-donau-ries.de/prospektmaterial/
www.geopark-ries.de/infomaterial/
www.facebook.com/Ferienland/

Kommentare
Das sagen andere ...
  1. Koch Michael says:

    Wunderschöner Beitrag mit tollen Bildern! Daheim is doch am schönsten!

    • Conny Bäuml Conny Bäuml says:

      Das sehen wir auch so 😊. Warum in die Ferne schweifen…? Herzlichen Dank für das große Lob und danke auch an Peter Luff für die tollen Bilder!

  2. Schneller josef says:

    Eine wirklich „gute“ Idee.

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