Conny Bäuml
16
Sep
2
Kommentare

Felsen, Wasser, Bauwerke – Geotop Kalvarienberg in Wörnitzstein

War das schön! Noch so viele Badetage im September! Aber jetzt wollen wir uns mal wieder ein bisschen die Beine vertreten. So knöpfen wir uns heute den Rundweg um das Geotop Kalvarienberg in Wörnitzstein vor…

Schon unsere Radtour entlang des Wörnitzradwegs im letzten Jahr hat uns neugierig auf das Geotop Kalvarienberg gemacht. Dabei kamen wir nämlich direkt an Wörnitzstein mit seiner markanten Kapelle – hoch oben auf dem Kalvarienberg – vorbei.

St. Petrus auf dem Kalvarienberg

St. Petrus auf dem Kalvarienberg

Heute klappt es nun endlich und wir machen uns, zur Sicherheit bewaffnet mit Laufrad und Roller, auf den Weg, das Ganze näher unter die Lupe zu nehmen.

Wir starten gleich in der Ortsmitte bei der ersten von insgesamt vier Infotafeln und marschieren in Richtung Sendenberg los. Der Weg steigt an und verläuft ein Stück über einen Feldweg. Also heißt es: „Papa, Laufrad tragen!“ Dafür gibt’s – am Sendenberg angelangt – einiges zu erkunden.

Wir schlüpfen durchs Gebüsch und finden uns am oberen Rand eines früheren, kleinen Steinbruches wieder.

Hups, was war das?!

Eidechsen huschen in ihr Versteck, unzählige Grillen hüpfen herum und wenn man näher hinschaut, findet sich noch allerlei anderes Getier.

Wir schauen uns den Steinbruch natürlich auch von unten an und können auf einer Tafel lesen, dass die Kalkscholle des Sendenbergs beim Meteoriteneinschlag vor fast 15 Millionen Jahren hierher geschleudert wurde. Und das stolze 20 km vom Einschlagzentrum entfernt! Später konnte man das dadurch zerrüttete Gestein dann wunderbar zum Wegebau verwenden.

Der alte Steinbruch Sendenberg

Der alte Steinbruch Sendenberg

Vom Sendenberg aus geht’s nun einen Teerweg steil bergab und Roller sowie Laufrad brauchen gute Bremsen…! Unten sind wir dann schnell an der Wörnitz mit ihrer seit über 800 Jahren bestehenden Mühle angelangt. Von hier aus hat man einen prima Blick auf die außergewöhnliche Wörnitzbrücke.
Natürlich müssen wir gleich rauf auf die Brücke und von ihr aus in die Wörnitz gucken.

Ganz schön viele Fische sind hier zu sehen!

Die Wörnitzbrücke Wörnitzstein

Die Wörnitzbrücke Wörnitzstein

Idyllischer Blick auf de alte Mühle

Idyllischer Blick auf de alte Mühle

Schwäne auf der Wörnitz

Schwäne auf der Wörnitz

Wasserspaß mit Floß

Wasserspaß mit Floß

 

Nun aber zum sprichwörtlichen „Höhepunkt“ des Rundwegs:

Wir steigen auf den Kalvarienberg mit seiner Kapelle St. Peter.

Direkt von der Hauptstraße aus führt ein Weg mit vielen Treppen in die Höhe.

Hier geht's hoch!

Hier geht’s hoch!

Kapelle St. Petrus von innen

Kapelle St. Petrus von innen

Am Rand oben heißt es: kleine Kinder festhalten!

Kaum zu glauben, dass dieser ganze Weißjura-Block, auf dem wir – und auch die Kapelle – stehen, beim Meteoriteneinschlag ganze 8 km vom heutigen Riesrand hierher bewegt wurde. Der Kapelle scheint ihr Platz auf dem zerklüfteten Felsen aber zu gefallen. Sie hält es schon seit einigen Jahrhunderten hier oben aus.
Kein Wunder, die Aussicht ist ja auch grandios!

Wir umrunden den Felsen und werfen noch einen Blick in die schnuckelige Kapelle St. Peter hinein.

Geschafft! (Es ist ziemlich heiß heute…) Nun gehen wir zum gemütlichen Teil über: zu unserer wohlverdienten Brotzeit!

 

Wer nach dem nicht allzu langen Rundweg großen Hunger hat, kann sich auch im ortsansässigen Gasthaus stärken.

Ein Tipp für Familien: Für Roller und Laufrad sind Teile des Rundwegs eher nicht geeignet.

Und hier noch die Adresse (Achtung, nicht zu verwechseln mit dem Geotop Kalvarienberg in Huisheim-Gosheim!):

Geotop Kalvarienberg
Am Kalvarienberg
Ortsteil Wörnitzstein

86609 Donauwörth

Kommentare
Das sagen andere ...
  1. Schwanke says:

    Schön erzählt, da wäre ich auch gerne dabei gewesen!

    • Conny Bäuml Conny Bäuml says:

      Das freut mich 😊. Geotop und Rundweg sind jederzeit zugänglich. Am besten einfach mal vorbei schauen, wenn Sie in der Gegend sind. Eine schöne Zeit wünscht Ihnen Conny Bäuml

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