Gastbeiträge
17
Aug
Fachwerk im Fischerviertel Ulm
Ein
Kommentar

Grenzen überschreiten in Ulm

…von Botschafter-Familie Pinther:
Heute wollten wir von der Fuggerstadt Augsburg nach Ulm fahren (ca. 1 Stunde entfernt) und hatten uns vorgenommen in Ulm eine Donau-Schifffahrt zu machen und Sehenswürdigkeiten wie das Münster zu besuchen sowie natürlich die Ulmer Innenstadt.

Donau-Schifffahrt mit dem Ulmer Spatz

Donau-Schifffahrt mit dem Ulmer Spatz

Bei herrlichstem Hochsommerwetter kamen wir ca. 13:45 Uhr in Ulm an, fanden mit dem Parkhaus Fischerviertel ein wirklich hervorragend gelegenes und insgesamt sehr zu empfehlendes Parkhaus und gelangten nach kurzem, zielstrebigem Spaziergang pünktlichst am Boots-Ableger „Metzgerturm“ an. Der Preis ist mit 9,- € für Erwachsene und 6,- € für Kinder auch für Schwaben noch erschwinglich und Kinder unter 6 Jahre fahren umsonst.

Die Fahrt dauert eine gute Stunde und man erfährt an diesem Nachmittag viel Wissenswertes über Ulm – gerade auch mit Blick auf die Folgen der napoleonischen Herrschaft, aber auch über den berühmten Schneider von Ulm. So vergeht die Zeit, die man immer hart an der baden-württembergisch-bayerischen Grenze verbringt, wie im Flug und fragt sich dazwischen immer wieder, auf welcher Seite dieser „innerdeutschen Grenze“ man wohl gerade schippern mag.

Ulmer Münster

Ulmer Münster

Das Schiff „Ulmer Spatz„, auf dem wir diese Fahrt genießen, überschreitet übrigens auch auf andere Weise Grenzen. Es ist barrierefrei (!) und es wird als Inklusionsprojekt von Menschen mit und ohne Beeinträchtigung bedient – und das in unseren Augen ausgesprochen lehrbuchmäßig.
Ein besonderes Highlight für unseren Nachwuchs ist, dass er auf der Rückfahrt in der Flussmitte vom Kapitän eingeladen wird, selber das Steuer in die Hand zu nehmen. WOW!

Fachwerk im Fischerviertel Ulm

Fachwerk im Fischerviertel

Auf dem Weg ins Zentrum gelingt es den Eltern noch, ihre Cappuccino-Tanks aufzufüllen und den Kindern in einer der wahrlich zahlreichen Eisdielen ihr Eis-Depot wieder auf Stand zu bringen, bevor dann das größte evangelische Gotteshaus Deutschlands erkundet wird, das den weltgrößten (!) Kirchturm hat. Gargoyles an der Fassade, harmlose Schelme, aber auch zungeherausstreckende Gesellen neben achtbaren Herrschaften im Chorgestühl eingeschnitzt … Hier gibt es wahrlich viel zu erkunden, bevor es für gerade mal 5,- € pro Erwachsenen 768 Stufen zur höchsten Aussichtsplattform zu bewältigen gilt. Wer vorab abgewunken hat, wer zwischendrin aufgab und was es von oben als Preis für das Durchhalten alles zu sehen gab, sei an dieser Stelle verschwiegen.

Auf jeden Fall war danach auf dem Rückweg zum Auto der Blick frei für die Schönheiten des Fischerviertels. Fachwerk an Fachwerk – und ein Haus schöner als das andere.

Fazit: ein toller Tag !!!!
Und dass Ulm eigentlich gar nicht mehr in Bayerisch-Schwaben liegt – sei’s drum. Grenzen überschreiten macht doch das Leben erst lebenswert!

Übrigens: die Abfahrtzeiten des Ulmer Spatzen im Sommer sind 12:30 Uhr, 14:00 Uhr, 15:30 Uhr und 17:00 Uhr.

Kommentare
Das sagen andere ...
  1. Hallo Familie Pinther. Danke für den schönen Beitrag. Toll das Euch Ulm so gut gefallen hat. Beim nächsten Mal könnt Ihr dann noch die bayerische Seite erkunden 🙂 Viele Grüße, Sabrina Braunwarth

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