Gastbeiträge
28
Aug
Bayerisches Eisenbahnmuseum Nördlingen
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Kommentare

Mächtig unter Dampf – ein (Beinahe-) Besuch im Bayerischen Eisenbahnmuseum

…von Botschafter-Familie Walter:
Aus der Zeitung hatten wir erfahren, dass am Wochenende die Feriendampftage im Bayerischen Eisenbahnmuseum in Nördlingen stattfinden sollten. Da dies ohnehin auf dem Weg zu einem geplanten Ausflugsziel lag, wollten wir da gerne mal vorbeischauen, zumal auch eine Fahrt mit einer historischen Lok angepriesen wurde.

Bayerisches Eisenbahnmuseum Nördlingen

Eingangsschild

Das Gelände am Bahnhof Nördlingen (Navi-Adresse: Am Hohen Weg 6a, 86720 Nördlingen) war schnell gefunden, wir folgten vom Parkplatz einfach dem großen Besucherstrom über die Fußgängerbrücke und hörten bzw. sahen schon von weitem die dampfenden Schornsteine und typischen Pfeifgeräusche. Auch der beeindruckende Sonderzug nach Harburg stand schon abfahrbereit auf den Gleisen. Unzählige Schaulustige mit Kameras drängten sich mit uns am Geländer, um einen Blick darauf zu erhaschen.

Bayerisches Eisenbahnmuseum Nördlingen

verfallende Waggons

Auf weiteren (Abstell-) Gleisen links und rechts sahen wir noch viele alte Wagen, Waggons und sonstige Schienenfahrzeuge, teilweise jedoch in sehr ramponiertem bis verwahrlostem Zustand weiter vor sich hinrotten.
Auf dem Weg zum Eingang des Museums erspähten wir hinter dem Zaun den aufgebauten Verpflegungsbereich und freuten uns schon jeder auf ein leckeres Stück Kuchen und ein kühles Getränk unter schattigen Bäumen.

Wir mussten lange an der improvisierten Kasse beim Eingang im Matsch warten (Kanalarbeiten in der Straße; deshalb kann man dort aktuell auch nicht parken), offenbar hatten wir unmittelbar nach einem heftigen Regenguss genau die Zeit erwischt, als viele andere Leute auch die Wetterpause nutzen wollten für ihren Besuch. Dadurch konnten wir nebenbei aber schon viele Fahrzeuge und Loks auf dem Gelände bestaunen. Als wir dann an der Reihe waren, sind wir aber über den geforderten Eintrittspreis von 30 Euro für 4 Personen (davon 2 Kinder unter 14 Jahren) so erschrocken, dass wir es uns doch nochmal anders überlegt haben und nicht hineingegangen sind.

Bayerisches Eisenbahnmuseum Nördlingen

zur Modellausstellung

Anderen Wartenden, v.a. Familien, ging es offenbar ebenso, denn auch sie drehten um, ohne den Geldbeutel zu öffnen. Es gab noch nicht einmal Preisnachlässe für Schwerbehinderte oder Senioren, und Kinder sind nur bis inkl. 4 Jahre gratis! Auf Nachfrage beim relativ ruppigen Kassenpersonal war nämlich der Preis für die Mitfahrt im Sonderzug noch nicht mal darin beinhaltet gewesen, sondern wäre, ebenso wie die Verköstigung und evtl. ein kleiner Einkauf im Museumsshop, noch extra dazugekommen (Familienkarte für 4 Zonen bis Harburg bei Hin- und Rückfahrt stolze 50 Euro).

Das wurde uns dann doch zu kostspielig für nur den kurzen Moment, um die ausgestellten Züge nochmal aus der Nähe anschauen zu können. Zwar hätte uns die Modell-Ausstellung in einem ehemaligen Zugabteil auch noch interessiert, aber so groß ist unsere Begeisterung für die alten Dampfrösser dann doch nicht, und auf dem Rückweg fiel uns dann auch auf, dass die Besucher auf dem Gelände in der Mehrzahlt ältere Herren waren, die offenbar wirklich für ihre Leidenschaft brennen und sich den Besuch einfach gönnen wollten.

Bayerisches Eisenbahnmuseum Nördlingen

mächtig viel Dampf

Wir finden es sehr schade, dass hier so ein Unterschied gemacht wird, denn bei einem Blick hernach auf die Internetseite haben wir festgestellt, dass der reguläre Eintrittspreis doch um einiges niedriger und damit für Familien auch wieder interessanter ist (Erwachsene 6 Euro, Kinder die Hälfte). Wir glauben, dass damit mögliche Besucher (–gruppen) verprellt werden, trotz aller möglicherweise höheren Kosten für so ein Event, bei dem die Züge, die sonst eben einfach nur in der Ausstellung stehen, nun unter Dampf gesetzt wurden. Ob wir angesichts dessen trotzdem zu einem späteren Zeitpunkt nochmal wiederkommen, wissen wir noch nicht.

Bis zum nächsten Mal, eure Familie Walter

Kommentare
Das sagen andere ...
  1. Paul Sauber says:

    Zu diesem „Beitrag der Botschafter-Familie Walter“ kann ich mir nicht helfen:
    Thema verfehlt!
    Wir WAREN zur gleichen Zeit IM Museum.
    Zitat:
    „Wir mussten lange an der improvisierten Kasse beim Eingang im Matsch warten (Kanalarbeiten in der Straße; deshalb kann man dort aktuell auch nicht parken), offenbar hatten wir unmittelbar nach einem heftigen Regenguss genau die Zeit erwischt, als viele andere Leute auch die Wetterpause nutzen wollten für ihren Besuch. Dadurch konnten wir nebenbei aber schon viele Fahrzeuge und Loks auf dem Gelände bestaunen. Als wir dann an der Reihe waren, sind wir aber über den geforderten Eintrittspreis von 30 Euro für 4 Personen (davon 2 Kinder unter 14 Jahren) so erschrocken, dass wir es uns doch nochmal anders überlegt haben und nicht hineingegangen sind.“
    Dafür, dass Straßenbauarbeiten waren, kann die Einrichtung doch nichts und die werden inzwischen bereits abgeschlossen sein, das ist Sache der Stadt Nördlingen. Unsere Erfahrung zum Regen: das Wetter kann im Ries immer anders sein, in einer Dorfwirtschaft sagte man uns dazu einmal: das Ries kocht sein eigenes Wetter…

    „Anderen Wartenden, v.a. Familien, ging es offenbar ebenso, denn auch sie drehten um, ohne den Geldbeutel zu öffnen. Es gab noch nicht einmal Preisnachlässe für Schwerbehinderte oder Senioren, und Kinder sind nur bis inkl. 4 Jahre gratis! Auf Nachfrage beim relativ ruppigen Kassenpersonal war nämlich der Preis für die Mitfahrt im Sonderzug noch nicht mal darin beinhaltet gewesen, sondern wäre, ebenso wie die Verköstigung und evtl. ein kleiner Einkauf im Museumsshop, noch extra dazugekommen (Familienkarte für 4 Zonen bis Harburg bei Hin- und Rückfahrt stolze 50 Euro).“
    Die angesprochene ruppige Art der Bedienung an der Kasse ist ggf. richtig bemängelt, wir wurden allerdings „normal bedient“. Das lag vielleicht daran, dass wir uns entsprechend richtig vorbereitet hatten:
    im übernächsten Absatz steht das auch ->
    „Wir finden es sehr schade, dass hier so ein Unterschied gemacht wird, denn bei einem Blick hernach auf die Internetseite(!)[http://www.bayerisches-eisenbahnmuseum.de/index.php/preise ] haben wir festgestellt, dass der reguläre Eintrittspreis doch um einiges niedriger und damit für Familien auch wieder interessanter ist (Erwachsene 6 Euro, Kinder die Hälfte). Wir glauben, dass damit mögliche Besucher (–gruppen) verprellt werden, trotz aller möglicherweise höheren Kosten für so ein Event, bei dem die Züge, die sonst eben einfach nur in der Ausstellung stehen, nun unter Dampf gesetzt wurden. Ob wir angesichts dessen trotzdem zu einem späteren Zeitpunkt nochmal wiederkommen, wissen wir noch nicht.“

    Wer lesen kann ist klar im Vorteil:
    lt. Internetseite an Dampftagen (das war hier ja der Fall) steht 2 x 10 € + 2 x 5 € (2 Erwachsene + 2 Kids). Es wäre zu bemängeln, dass keine Kombi-Karten bzw. Familienkarten angeboten werden. Allerdings waren an diesen Tag vier Dampflokomotiven in Museum „unterwegs“ und zwei auf der Strecke, dazu noch eine kleine Diesellok für Mitfahrten im Museum (hier allerdings gegen eine Spende), die Modellbahnschau war frei. Die Eintrittspreise sind für eine solche Anzahl an Maschinen vergleichsweise noch günstig.
    Zur Verpflegung: fair im Preis zum Angebot. Von Kleinigkeiten bis zur Mittagsmahlzeit, da geht man gern nochmals ohne schlechtes Gewissen mit den Kids an die Theke…
    Die Forderung nach „Einheitspreis“ für Eintritt + Verpflegung + Zugfahrt + Museumsshop für 10 € pro Erwachsenen (!) ist einfach nur dilettantisch und damit disqualifiziert sich diese „Botschafter-Familie“ selbst!
    Wir fuhren mit einer Familien-Karte mit 2 Erwachsenen und drei Kindern für 70 € nach Gunzenhausen und retour (2 x 39 km), der Preis liegt bei Museumsbahnen – nach meiner Erfahrung – noch leicht im unteren Bereich. Warum dann die wesentlich kürzere Fahrt nach Harburg (ca. 18 km) dann für 50 € angeboten wurde, ist mir nicht verständlich. Diese Strecke ist im Internetauftritt des Museums nicht aufgeführt, ggf. war das ein „Sonderangebot“.

    Ich erwarte hier eigentlich einen objektiven Bericht und nicht die „Ergüsse“ aufgrund falscher Vorbereitung, das Wetter (wenn ich schon ein Freilichtmuseum besuche) und dann noch nicht einmal im Museum d´rin war!

  2. Günter Trinks says:

    Das versteh ich aber nicht.
    Die Familie Walter war ja gar nicht in dem Eisenbahnmuseum drin.
    Die hätten doch umsonst reingehen können.
    Um zu berichten, hätten sie ja sogar ins Museum gehen müssen.

    In den Vorgaben steht:
    =>
    Diese 25 Botschafter-Familien sind im Zeitraum vom 01.05.2017 bis 28.02.2018 unterwegs, um die Ausflugsziele Bayerisch-Schwabens zu erkunden und auf familienbayern.com darüber zu berichten.

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