Gastbeiträge
08
Sep
Naturpark-Haus Oberschönenfeld
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„Vom Wert der Dinge“ – nicht nur im Kloster

…von Botschafter-Familie Walter:
Das Volkskundemuseum Oberschönenfeld stand schon länger auf unserer Ausflugsziel-Liste, nun endlich haben wir es mal an einem wettermäßig eher durchwachsenen Tag dort hin geschafft – und waren begeistert und beeindruckt!

Volkskundemuseum Oberschönenfeld

alte Küche

Die weitläufige Anlage des alten Zisterzienserinnenklosters beherbergt zum Besichtigen neben dem schon erwähnten Volkskundemuseum auch noch das Naturpark-Haus, die Schwäbische Galerie, zwei kleine Läden (einen mit Büchern, Kerzen, Karten, Kreuzen etc. und einen für Holzofenbrot, Käse und sonstige Spezialitäten), den Gasthof „Klosterstüble“, das Bauernmuseum „Staudenhaus“ und die Klosterkirche.

Volkskundemuseum Oberschönenfeld

Essen früher und heute

Schon im Besucherzentrum gegenüber den Parkplätzen, wo die Eintrittskarten gelöst werden müssen, geht es los, hier wird im Erdgeschoss erklärt, wie das Museum entstanden ist und es gibt einige Exponate zum Thema „Typisch schwäbisch“. Auch an die Kinder wurde gedacht, sie können mit einem Such-/ Quizbogen für 1 Euro durch die Ausstellungen gehen. Aber auch die Großen finden viele abwechslungsreiche Film- oder Hörbeiträge, dürfen tasten und ausprobieren. Wer sich nochmal kurz stärken will mit einem kalten oder warmen Getränk (max. 1,50 Euro), findet dazu entsprechende Vollautomaten und Tischchen vor.

Volkskundemuseum Oberschönenfeld

Schätzaufgabe zum Wasserverbrauch

Volkskundemuseum Oberschönenfeld

Klosterkirche

Das eigentliche Volkskundemuseum ist ein langgezogener, 3-geschossiger Bau (ehemals wohl ein Schafstall) und bietet neben der jeweiligen Sonderausstellung im Erdgeschoss zwei Dauerausstellungen an: „Ländliches Alltagsleben und hauswirtschaftliches Arbeiten in Bayerisch-Schwaben im 19. Und 20. Jahrhundert“ und „Feste im Leben/ Bräuche durch´s Jahr“. Beide sind barrierefrei erreichbar und sehr interessant, so wurde beispielsweise der komplette Original-Hausstand eines typischen Bauernhofes nach dem Tod der letzten Besitzer dort aufgebaut und wo nötig durch Infotafeln erklärt, da v.a. für die Kinder die Gegenstände aus dieser Zeit sehr fremd waren. Man kann sich dadurch gut in die Lebenswelt der Menschen damals hineinfühlen und die Einfachheit der Mittel macht stellenweise sprachlos. Aus der Not heraus wurde aber auch ganz anders und bewusster gewirtschaftet als heute, das wird umso deutlicher nach den Eindrücken der aktuellen Sonderausstellung „Vom Wert der Dinge – sparen, ver(sch)wenden, wiederverwenden“.

Volkskundemuseum Oberschönenfeld

Spielplatz

Sie läuft leider nur noch bis 10.09.2017, wenn ihr also noch irgendwie Zeit findet, legen wir sie euch sehr ans Herz, denn sie ist sowohl lustig (die Werbefilmchen der 50er und 60er-Jahre waren der Hit für die Kinder) als auch informativ und regt zum intensiven Nachdenken über das eigene Konsum- und Wegwerfverhalten an.
Da die Eintrittskarten den ganzen Tag gültig sind, ist es auch kein Problem, zwischendurch mal Pause zu machen oder das Haus und Thema zu wechseln und dann wieder zurück zu kommen für Teil zwei. Hierzu ist das „Klosterstüble“ ideal, wir haben dort sehr gut gegessen, sicher wäre es bei besserem Wetter draußen unter den großen Kastanienbäumen auch richtig gemütlich gewesen.

Volkskundemuseum Oberschönenfeld

Wer kennt sich aus?

Die Kinder hat es dann natürlich ins Naturpark-Haus gezogen, denn dort gibt es gerade eine Sonderschau „Bionik“, mit kleinen Versuchsaufbauten, interaktiven Stationen, Filmen, Rätseln und Tierpräparaten. Sie lernen dort altersgerecht viel über die heimische Pflanzen- und Tierwelt und das Klima kennen, was ihnen gut gefallen hat. Weil das Personal so freundlich war, ihnen die Stationen zu erklären, konnten wir Eltern sie dort auch eine Weile allein lassen und so gemütlich durch die absolut gepflegten Außenanlagen schlendern, die Kirche besichtigen und uns in den Shops versorgen.

Volkskundemuseum Oberschönenfeld

Übersichtstafel vom Walderlebnispfad

Viel zu schnell war 17:00 Uhr, Schließungszeit, aber da sich der Himmel mittlerweile gelichtet hatte, konnten wir noch einige Zeit auf dem Spielplatz nebenan verbringen und uns auf den Walderlebnispfad begeben, und auch dort unser neues Wissen „live“ vertiefen und ausbauen.Volkskundemuseum Oberschönenfeld

 

 

Ein halber Tag hat uns nur knapp ausgereicht, um alles zu sehen. Nehmt euch also wirklich ausreichend Zeit für einen Ausflug nach Oberschönenfeld.

Wir hatten auf jeden Fall einen schönen Tag, bis zum nächsten Mal, eure Familie Walter

Hier findet ihr ausführlichere Infos:
www.schwaebisches-volkskundemuseum.de
www.klosterstueble-oberschoenenfeld.de

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