Gastbeiträge
16
Jun
Donauwörth Stauferpark Barfußpfad
Keine
Kommentare

Von Mondsplittern, Zaubergeigern, einer schiefen Kirche, in der der Teufel wohnt

… und was eigentlich Onkel Ludwig damit zu tun hat – Donauwörther Geschichte und Geschichten

…von Botschafter-Familie Walter: Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute (aber uns leider bis dato noch Unbekannte) liegt so nah?

Reichsstraße in Donauwörth

Die Reichsstraße in Donauwörth

Das haben wir uns auch gedacht und uns daher Donauwörth als Ziel für unseren Tagesausflug ausgesucht.
Gleich 3 Punkte standen auf unserem Programm, das erschien uns sportlich aber lösbar – wenn wir nur geahnt hätten, wieviel mehr es in Wirklichkeit dort zu entdecken gibt…! Naja, ein Grund mehr, mal wieder zu kommen.
Aber von vorn: die Familienstadtführung „Donauwörther Geschichte und Geschichten“ wollten wir unbedingt mitmachen, sie wird in der Sommerzeit (Mai – September) immer Samstag, Sonntag und an Feiertagen um 13:30 Uhr von geschulten Mitarbeitern der Tourist-Information angeboten, Treffpunkt ist das markante, gotische Liebfrauenmünster in der Reichsstraße, der Pulsader der Stadt.

Abstecher in den Stauferpark

Donauwörth Stauferpark

Kneippanlage im Stauferpark – leider nicht in Betrieb zurzeit

Weil es ein schöner Tag war und wir vorher noch etwas Zeit hatten, lockte noch ein Abstecher in den etwas außerhalb gelegenen Stauferpark mit der Aussicht auf eine kühle Erfrischung in der Kneipp-Anlage und am Barfußpfad. Letzteren konnten wir auch benutzen, mussten aber vor Ort leider feststellen, dass das Kneippbecken kein Wasser führte, weil nach unseren Internetrecherchen zuletzt immer wieder Vandalen Glasscherben und Unrat hineingeworfen hatten. Das ist wirklich bedauerlich, denn das ganze Sport- und Freizeitareal ist nicht nur großzügig angelegt, sondern bietet mit einer Skateranlage, der Möglichkeit zu Outdoor-Schach und –Tischtennis, dem Barfußpfad und mehreren Spielgeräten ein schönes Umfeld für müßige Stunden, auch wenn es bei unserem Aufenthalt nur wenig belebt war.

Los geht die Stadtführung

Stadtmauer von Donauwörth

Die Stadtmauer von Donauwörth

Noch ein schneller Snack, dann machten wir uns auf ins Stadtzentrum (Parkplätze sind ebenso reichlich vorhanden wie gut ausgeschildert). Schon der kleine Marsch durch schmale Gässchen hat uns einen ersten Eindruck von der ehemals sehr bedeutsamen Stadt am Zusammenfluss von Wörnitz und Donau gegeben, der Lust machte auf mehr. Und wir wurden nicht enttäuscht: Auf der gut 1,5-stündigen, in gemütlichem Tempo absolvierten Tour bekamen wir viele spannende, lustige und interessante Geschichten aus und über Donauwörth kompetent und familienfreundlich zu hören und insgesamt auch alles Wichtige zu sehen. Sogar süße „Mondsplitter“ durften wir probieren – wer sonst kann das schon von sich sagen? Die bewegte Geschichte der vergangenen Jahrhunderte lässt sich noch immer in Donauwörth atmen, ohne langweilig zu werden, und die liebevoll restaurierte Altstadt trägt ihr übriges zur Atmosphäre bei (neben dem unvergleichlichen Krötenkonzert am Seitenarm der Wörnitz).

Wir haben viel gelernt und gerne auch die Insidertipps unserer charmanten Führerin (zur besten Eisdiele) mitgenommen und befolgt. Man kann gar nicht alles im Einzelnen aufzählen, und wir wollen ja auch hier noch nicht alles verraten sondern zum Hinfahren und Anschauen motivieren!

Zu guter Letzt: Ins Heimatmuseum Donauwörth

Rieder Tor Donauwörth

Das Rieder Tor

Zum Abschluss haben wir uns dann noch das schnuckelige Heimatmuseum auf der Riedinsel vorgenommen, um die Stimmung noch ein wenig auszudehnen. Da es schon einige Jahre auf dem Buckel hat, ist es leider nicht barrierefrei, aber dafür bietet es auf sehr überschaubaren 2 Etagen einen guten Überblick über die Lebensweise und den Alltag unserer Vorfahren, die nicht nur keine Smartphones, sondern noch nicht mal Kühlschränke, fließendes Wasser und Elektrizität im Haus hatten. Das macht doch sehr dankbar und demütig. Und doch lehrt schon die Vergangenheit, dass es auch in der „guten alten Zeit“ mit genügend Geld und Beziehungen möglich war, ganze Friedhöfe und den originären Verlauf einer Reichsstraße von Skandinavien nach Südtirol verlegen zu lassen, nur um die eigene Macht mit einem Protzbau demonstrieren zu können.

Und was hat es nun mit dem Zaubergeiger, der schiefen Kirche und Onkel Ludwig auf sich? Kommt und findet es heraus – es lohnt sich!

Bis zum nächsten Mal, Eure Familie Walter

Kommentare
Das sagen andere ...

Bislange noch kein Kommentar.

Deine Meinung dazu ...